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Musik im Lockdown ⇒ Der Stimmung auf die Beine helfen

Veröffentlicht von am 27. Januar 2021

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Musik ist die beste Medizin im Corona-Lockdown.

Tagsüber im Home-Office, dann abends auf der Couch – so sieht für viele der augenblickliche Alltag während des Lockdowns aus. Rausgehen unter Leute oder in die Bar, um bei Musik mit den anderen zu schwatzen und einen Feierabenddrink zu genießen geht derzeit nicht. Anstatt nun die nächste Netflix-Staffel einzuschalten, kann man es sich bei schöner Musik auch zu Hause gemütlich machen. Schließlich wirkt Musik beruhigend und entspannend und hilft so auch Stress abzubauen. Wer Lust hat, kann auch Live-Konzerte von Künstlern per Online Stream hören, Termine für Online-Konzerte können auf verschiedenen Seiten gefunden werden. So findet zum Beispiel demnächst das „One World together at Home“ Live-Konzert statt mit internationalen Stars, die aus ihrem Wohnzimmer zu Hause musizieren.

Weitere Infos finden sich in der Infografik:

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Infografik über Musik in der Corona-Krise Für die ganze Infografik das Vorschaubild klicken (via Quelle)

Musik und Emotionen

Musik kann uns zum Weinen bringen, etwa weil bestimmte Erinnerungen mit ihr geweckt werden. Musik kann uns beim Sport zu Höchstleistungen bringen, sie kann uns aber auch beruhigen oder glücklich machen. Glückliche Momente sind gerade in der Coronazeiten, in der sich viele zu Hause eingesperrt fühlen, viel zu selten. Neurowissenschaftler und Psychologen haben untersucht, was in unserem Gehirn passiert oder welche Emotionen ausgelöst werden, wenn wir Musik hören.

Die Studien haben einerseits gezeigt, dass Musik unsere Stimmung regulieren kann. Dabei sollte jedoch nicht unbedingt zu der Musik gegriffen werden, die zur aktuellen Stimmungslage passt. Die Charts für stimmungsvolle Musik gibt es hier. Wer traurig ist und melancholische Klänge hört, wird eher noch in seiner traurigen Stimmung bestärkt und sollte daher eher auf Musik zurückgreifen, die eine positive Stimmung verbreiten. Bestimmte Songs können auch das Selbstbewusstsein heben.

Auch Musik, die uns in unserer Jugendzeit geprägt hat, trägt dazu bei, die Stimmung an trüben und kalten Wintertagen zu Hause zu heben, da sie bei uns vertrautes in Erinnerung bringen und somit auch in gewisser Weise ein Stück Sicherheit geben. Obwohl der Zusammenhang zwischen Musik und Emotionen allgemein anerkannt ist, sind jedoch die genauen Ursachen dafür noch nicht vollständig geklärt.

Selbst musizieren geht nicht ohne Emotionen

Wer lernt auf einem Musikinstrument zu spielen muss einige technische Fertigkeiten erlernen. Allein das reicht jedoch noch nicht, um gut zu spielen oder gar ein guter Musiker zu werden. Wichtig ist aber auch die emotionale Seite beim Musizieren, die die Interpretation eines Stückes unverwechselbar machen. Musik ist in erster Linie eine Sprache des Gefühls. Auf kaum eine andere Art und Weise lassen sich Emotionen so deutlich ausdrücken mit einem Instrument, dass mal gefühlvoll sanft oder mal kräftig und bestimmend bespielt wird.

Von Wunderkindern ist bekannt, dass sie mit ihrem Instrument sogar Gefühle ausdrücken können, die sie so selbst noch gar nicht erlebt haben. Neurologen sprechen hierbei von einer isolierten musikalischen Intelligenz. Belegt ist auch, dass sich Musik positiv auf unser Sozialverhalten auswirken kann. In Zeiten von Kontaktbeschränkungen ist das ein sehr wichtiger Aspekt der Musik.

Aufgrund dieser vielen positiven Effekte, die Musik bei den Menschen bewirken kann, gibt es schon lange Ansätze, Musik auch zu medizinischen Zwecken, etwa bei Psychotherapien einzusetzen. Umgekehrt kann uns bestimmte Musik aber auch negativ beeinflussen. Der Musikwissenschaftler Reinhard Lorenz von der Musikhochschule Hannover hat beispielsweise über mehrere Jahre den sogenannten Gänsehaut-Effekt untersucht.

Laut Lorenz ist dieser darauf zurückzuführen, dass der Hörsinn schon seit den Anfängen der Menschheit als eine Art ”Alarmanlage” dient und uns vor unangenehmen Situationen warnen kann. Am deutlichsten wird dies wohl, wenn man eine Sirene bei einem ausgelösten Feueralarm hört. In diesem Fall ist Musik sogar in der Lage bei einigen Menschen Panik auszulösen, obwohl sie in der Situation vielleicht gar keinen Kontakt mit Rauch oder Feuer haben und es sich womöglich auch um einen Fehlalarm handeln könnte. Bestimmte klangliche Muster wie verzerrte Töne können bei uns also auch ein Gefühl der Bedrohung auslösen.

Die Magie der Musik

Musik kann magisch auf uns wirken. Das kann man sich am besten verdeutlichen, wenn man musizierende Kinder beobachtet, die singen und spielen und so die lebendig gewordene Freude am Leben verkörpern. Verstärkend kommt bei Kindern noch hinzu, dass sie sich im Lernprozess befinden und mit all ihren Sinnen erst noch Erfahrungen sammeln müssen, die uns Erwachsenen schon lange vertraut sind. Kinder sollten daher unbedingt angehalten werden mehr Musik zu hören, als etwa ständig mit der PlayStation oder am Computer zu sitzen.


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