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Leinenpflicht für Hunde

Geschrieben von am 23. März 2021

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Hunde gehören an die Leine! Landkreis Leer weist auf Anleinpflicht ab 01. April hin.

Bei strahlendem Sonnenschein mit dem Hund in der Natur spazieren zu gehen, gehört zu den großen Freuden aller Hundebesitzer*innen. Dem Hund dabei gerecht zu werden und ihn freilaufend seinen Trieben nachgehen zu lassen, ist ein großer Anspruch, den viele Besitzer*innen dabei an sich selbst stellen.

Doch stellt gerade dies eine große Gefahr für die zum Teil nur noch auf Borkum vorkommenden bodenbrütenden Vogelarten wie z. B. den Seeregenpfeifer dar, für die Borkum eine internationale Verantwortung trägt. Bereits ein einzelner freilaufender Hund kann bei den hier brütenden besonders geschützten Arten den Bruterfolg für die gesamte Saison gefährden. Das Aufscheuchen der Elterntiere während der Brut oder der Jungenaufzucht kann im schlimmsten Fall zur Aufgabe des Nests oder der Jungen führen. Besonders im Ostland brüten derzeit viele Seeschwalben und andere sensible Vogelarten, doch erreichen das Ordnungsamt der Stadt Borkum genau für diesen Bereich viele Beschwerden über freilaufende Hunde. Auch schon ein weites Entfernen vom Besitzer auf Wegen kann zu einer Stressreaktion von Wildtieren führen.

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Um die besonders sensiblen Vogel- und andere Tierarten während der Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit zu schützen, gilt in der Zeit vom 01.04. bis 15.07 eines jeden Jahres die Pflicht, seinen Hund in der freien Landschaft und im Wald anzuleinen (§33 NWaldLG). Im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer gilt im Bereich der Ruhe- und Zwischenzone die Anleinpflicht sogar ganzjährig, denn hier gilt es, über die Brut- und Setzzeit hinaus auch rastende und überwinternde Zugvögel und die Liegeplätze von Robben zu schützen.

Im Gebiet der Stadt Borkum gilt zudem auch auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen eine ganzjährige Anleinpflicht nach der Gefahrenabwehrverordnung. Insgesamt dienen diese Regelungen alle nur einem Zweck: nicht etwa, Hundebesitzer*innen das Leben schwer zu machen oder gar zu „bestrafen“, sondern eine artenreiche und funktionsfähige Natur zu erhalten und damit unser aller Lebensgrundlage zu schützen bzw. innerhalb des Stadtgebiets das Miteinander von Mensch und Hund zu organisieren.


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