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Kleines Feuer auf Juist

Veröffentlicht von am 16. Juli 2019

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Ein Off Road Einsatz am Hammersee auf Juist

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Um 17:57 Uhr ertönten die digitalen Funkmeldeempfänger der Juister Feuerwehrleute. Ein aufmerksamer Jogger hatte, westlich des Hammersees, einen kleinen Brand entdeckt und alarmierte über den Notruf die Rettungskräfte.

Das gemeldete „Feuer klein“ ließ bei jedem Feuerwehrkamerad der Insel die Alarmglocken klingeln. Ein 20 Quadratmeter kleines Feuer löscht man normalerweise mit ein Paar Liter Wasser ab. Das Problem war jedoch die örtliche Begebenheit.

Denn: Der Hammersee und seine Umgebung sind nicht auf normalem Weg mit Löschfahrzeugen zu erreichen. Holziges Dickicht und üppiges Wachstum der Natur lassen einen Fahrzeugeinsatz dort nicht zu.

Also entschied sich der Einsatzleiter und Gemeindebrandmeister Thomas Breeden für die einzig richtige Angriffsstrategie. Angriffstrupp, Schlauchtrupp, Wassertrupp und alle anderen Kameraden wurden zu Suchtrupps auf der Suche nach einem Minifeuer. Dies geschah zunächst vom einzigen Weg der Richtung Westen führt. Nach umfangreicher Erkundung entschloss man sich nun von der Nordseite anzugreifen. Das Tanklöschfahrzeug mit 2400 Litern Wasser an Bord sollte den Pfad nördlich des beliebten Süßwassersees befahren werden um auch die letzte verbleibende Möglichkeit der Erkundung auszunutzen. Hier war das Glück der Tüchtigen auf der Seite der Inselwehr. Mit Hauke Janssen-Visser war ein sehr ortskundiger Maschinist Führer des geländegängigem Einsatzfahrzeuges . Ist er doch der Betriebshofeiter des Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz. Die Kenntnisse der örtlichen Situation und die Fähigkeit ein Fahrzeug über diese Strecke nahe zum Einsatzort zu führen waren von großem Vorteil. Letztendlich wurde das kleine Feuer schnell abgelöscht und die Gefahr einer Ausbreitung gebannt.

Anmerkung der Freiwilligen Feuerwehr Juist: dem aufmerksamen Jogger sei Dank das er ein kleines lodern in diesem Gebiet gemeldet hat, Stunden später hätten man das Feuer auf allen Nachbarinseln sehen können. Des weiteren lobt die Wehr aus dem Töwerland die kooperative Einstellung der Juister Gäste, es gab keine Probleme bei der Anfahrt zum Einsatzgebiet. Insbesondere bedankt sich die Feuerwehr bei den Umsichtigen Gespannführern. Diese hatten , auf Grund einer telefonischen Warnung eines Juister Fuhrunternehmer und Feuerwehrmitglied, ihre Kutschen aus dem Anfahrtsbereich gesteuert und beruhigten die Pferde. Selbstverständlich schalten die Maschinisten der Juister Wehr das Einsatzhorn, bei Sichtung von Pferdegespannen, kurzfristig aus.

Mit im Einsatz war auch die sehr motivierte Polizei der Insel. Verletzt wurde Niemand, die vier Einsatzfahrzeuge der Wehr waren nach gut zwei Stunden wieder Einsatzbereit.

Bericht: Uwe Wunder


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