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Kann ich bitte Ihre Tan Nummer bekommen?

Veröffentlicht von am 2. März 2021

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Betrüger werden immer raffinierter und finden neue Wege um an unser Geld zu kommen. Leider schaffen sie es auch häufig.

Keine sensiblen Daten am Telefon preisgeben

Ein neuer dreister Fall hat sich in Malchin ereignet. Malchin ist eine Kleinstadt in Mecklenburg-Vorpommern. Und ebenda hat eine 47-jährige am 25.02.21 eine Anzeige wegen Betruges im dortigen Polizeirevier erstattet.
Sie hatte kurz zuvor einen Anruf auf ihrem Handy erhalten. Im Display erschien die ihr bekannte Telefonnummer ihrer Stralsunder Hausbank. Im Hintergrund lief die vertraute Empfangs-Melodie. Es meldete sich ein Herr Beck als angeblicher Bankmitarbeiter und teilte der deutschen Geschädigten mit, dass ihr Konto gehackt worden sei. Um eine sofortige Rückbuchung vornehmen zu können, bräuchte er TAN und Sicherheitscodes von ihr.

Durch die technischen Möglichkeiten, zum einen der bekannten Wartemelodie und der Nummer ihrer bekannten Hausbank, hatte sie dem angeblichen Bankberater vertraut und ihm die geforderten Zahlen übermittelt. Der angebliche Bankberater Herr Beck forderte die Anzeigenerstatterin zum Abschluss des Gespräches auf, ihr Handy auf Werkseinstellungen zurückzusetzen. Das machte die 47-Jährige jetzt sehr stutzig und sie rief bei ihrer echten Hausbank in Stralsund an.

Dort arbeitet wie zu erwarten kein Herr Beck und von dort wurde sie auch nicht angerufen. Das Konto der Geschädigten wurde zwar sofort gesperrt, jedoch waren bis dahin schon 20.000 EUR per Sofortüberweisung abgegangen.

Mittlerweile sind Betrüger in der Lage durch technische Mittel vertraute Telefonnummern vorzugeben, obwohl sie meistens sogar aus dem Ausland anrufen. Lassen Sie sich dadurch nicht täuschen!

Enkeltrick 2.0

Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang vor Betrügern, die sich Senioren gegenüber als Ärzte ausgeben.

Mit einer neuen Form des Enkeltricks werden vor allem ältere Menschen angerufen. Die Anrufer geben sich nach Polizeiangaben als Ärzte eines Krankenhauses aus und erklären ihren Opfern, dass eines ihrer Kinder mit Covid-19 in die Notaufnahme eingeliefert worden sei. Es würde nun ein spezielles, sehr teures Medikament benötigt, welches jedoch durch die Angehörigen vorfinanziert werden müsse. Sonst könne die Behandlung nicht stattfinden.

Perfide ist vor allem, dass bei diesen Anrufen oft selbst generierte Telefonnummern verwendet werden, sodass bei einem Anruf durch die Täter tatsächlich die Telefonnummer eines bekannten Krankenhauses angezeigt wird. Im weiteren Verlauf der Gespräche würden den Angehörigen dann Fragen nach eventuellen Wertgegenständen oder Barvermögen bei sich zu Hause gestellt.

Die Polizei warnt davor, sich auf ein Gespräch mit den Betrügern einzulassen und bittet, ältere Mitmenschen und Nachbarn über die Betrugsmasche zu informieren.

Bitte beachten Sie:

  • Geben Sie niemals am Telefon eine Tan Nummer oder Codes weiter. Eine Bank wird niemals danach fragen. Keinerlei Informationen oder sensible Daten wie IBAN oder Pin übers Telefon preisgeben.
  • Dem Anrufer spezifische Fragen stellen: Wie geht es dem Vater, was macht die Tochter? Wenn es ein Betrüger ist, legt der in der Regel sofort auf.
  • Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck setzen.
  • Informieren Sie sofort die Polizei unter der Notrufnummer 110, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt.
  • Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
  • Ratgeber Internetkriminalität der Polizei
  • Account Übernahme bei WhatsApp:
    Eine 15-Jährige aus Passau hat per WhatsApp von einer ihr bekannten Person eine Nachricht erhalten, sie möge ihr bitte einen „versehentlich“ zugesandten SMS-Code wieder zurücksenden. Dabei handelt es sich um eine bekannte Masche, die es zum Ziel hat, möglichst viele WhatsApp-Accounts zu übernehmen. Hinter dem Code verbirgt sich ein Verifizierungscode zur Wiederherstellung des eigenen WhatsApp-Kontos beziehungsweise zur Übertragung des Kontos auf ein anderes Smartphone.
    https://www.mimikama.at/aktuelles/warnung-vor-whatsapp-accountuebernahme/
  • Auch über WhatsApp ist besondere Vorsicht geboten:
    Ein aktueller Fall über den auch die Polizei berichtet verläuft in dieser Art

Betrüger suchen den Kontakt zu ihren Opfern offenbar längst nicht mehr ausschließlich über das Telefon, sondern tummeln sich auch auf WhatsApp. Mit einer fingierten Geschichte ist es einem Unbekannten gelungen, über den beliebten Messenger Geld von einer Frau zu erlangen.

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Die Geschädigte erhielt über WhatsApp eine Nachricht von einer ihr nicht bekannten Nummer. Der Absender gab sich als der angebliche Sohn zu erkennen und teilte mit, eine neue Handynummer zu besitzen. Außerdem, so der Gauner per Nachricht, befinde er sich in einer Notlage und benötige von seiner Mutter Geld. Die Geschädigte schenkte der Geschichte Glauben und überwies auf ein Konto im Ausland einen dreistelligen Betrag. Eine weitere Forderung über 1.200 Euro machte die aus dem Kreis Steinburg Stammende schließlich stutzig und sie informierte die Polizei. Eine Rückbuchung des Geldes war zu diesem Zeitpunkt leider nicht mehr möglich.

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