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Hochzeit von MS „Münsterland“ in Sicht

Geschrieben von am 20. Januar 2021

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Das 17 Millionen Euro-Projekt geht gut voran.

Lange vorbereitet und nun umgesetzt: der Schnitt zwischen Vorschiff und Heck von der Borkumfähre MS „Münsterland“. „Nun wird sich zeigen, ob die Werft gute Arbeit geleistet hat, denn jetzt gilt es vorhandenes und neues Schiff zusammenzuführen“, sagt AG EMS-Inspektor Claus Hirsch.
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Nach dem Schnitt von MS „Münsterland“ und der Trennung vom bisherigen Achterschiff wird der Rumpf mit der neuen Achtersektion verschweißt. Schließlich hat es oberste Priorität, das Schiff wieder schwimmfähig zu machen. Danach werden alle Kabel, Rohre und Komponenten miteinander verbunden.

Die finale Ausbaustufe bildet dann der Innenausbau. Das umfasst letztlich alles, wo die Gäste sich aufhalten können. MS „Münsterland“ gewinnt genau wie das Schwesterschiff MS „Ostfriesland“ einen Salon dazu: den Wattenmeer-Salon, der insbesondere für kleine Kinder viel zu entdecken bietet. Neu gibt es einen Fahrstuhl über vier Deck-Ebenen und ein viel größeres Sonnendeck. Darüber hinaus wird das ganze Schiff entkernt um im neuen Look der farbenfrohen Borkumer Strandzelte umgestaltet. Anders als auf der ersten LNG-Borkumfähre entsteht hier zukünftig im Gastrosalon ein „Beach-Club“ und neben der „Lounge“ im unteren Vorschiff entsteht im unteren Mittelschiff noch ein Bereich „Kids und Teens“ mit einem breiten Spiele-Angebot von Mühle bis Schach.

Das eigentliche Herzstück des Schiffes befindet sich jedoch im neuen Achterschiff. Hier ist die neue Technik mit Gas-Tank und Wärtsilä-Motoren verbaut. Der Flüssiggastank vom Typ C entspricht dem, der bereits auf MS „Ostfriesland“ im Einsatz ist. Die Behälter bestehen aus einem inneren Tank und einem weiteren äußeren der zum Schutz dient. Dazwischen sorgt eine Vakuumisolierung für die gleichbleibenden Umgebungsverhältnisse, denn das Flüssiggas lagert bei -162° C und 5 bar Druck im Tank.

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Neu ist die Größe des verbauten Spezialtanks, denn anders als bei MS „Ostfriesland“, wo ein geometrisches Raumvolumen von 45 m³ gegeben ist, fasst der Tank von MS „Münsterland“ 53 m³. Das größere Volumen wurde durch einen vergrößerten Innendurchmesser des inneren Tanks und eine verbesserte Isolation und dadurch geringere Schichtbreite ermöglicht. Die GVU (Gasventileinheiten) konnten nun im Tankaufstellraum untergebracht werden, so dass dieser Platz im Maschinenraum frei geworden ist.

MS „Münsterland“ verkehrt vom niederländischen Eemshaven zur Insel Borkum. Nachdem bereits die Emden-Borkum-Strecke mit MS „Ostfriesland“ und im Helgolandverkehr mit dem Neubauschiff MS „Helgoland“ umweltfreundlich mit LNG verkehrt wird, setzt die Reederei weiter auf Nachhaltigkeit und umweltfreundliches Schiffsdesign. „Man hat uns EU-weit als First Mover bezeichnet und das wollen wir bleiben. Dazu gehört, nicht nur die ersten zu sein, die auf LNG setzen, sondern dies auch konsequent weiter zu entwickeln und zu verfolgen“, sagt AG „EMS“-Vorstand Dr. Bernhard Brons.

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MS „Münsterland“ wird das dritte Schiff in der AG „EMS“-Gruppe, welches mit dem umweltfreundlichen Flüssiggas betrieben wird. LNG steht für Liquefied Natural Gas, einem Gas, welches aus Methan besteht und auf minus 162°C heruntergekühlt wird. LNG erlaubt es Stickoxide und Schwefeloxide um 90% bzw. 95% sowie Kohlendioxide um 20% zu reduzieren und Feinstaub nahezu komplett zu vermeiden.

Das Projekt wird im Rahmen der Umsetzung der Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie der Bundesregierung (MKS) durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. Die Fördermaßnahme wird von der NOW GmbH koordiniert.

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