Borkum Radio

Ohren auf - Musik rein

Aktueller Titel

Titel

Artist

Background

Gesetzlicher Rahmen für das UNESCO-Biosphärenreservat

Geschrieben von am 13. Juni 2021

Werbung

Änderung des Gesetzes über den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer zum Status des UNESCO-Weltnaturerbes und -Biosphärenreservats. Die Zahl der Biosphären-Kommunen wächst.

Die am 10.06. vom Niedersächsischen Landtag beschlossene Änderung des Gesetzes über den Nationalpark „Niedersächsisches Wattenmeer“ (NWattNPG) verankert den Status des Nationalparks als Teil des länderübergreifenden UNESCO-Weltnaturerbes und den rechtlichen Rahmen des UNESCO-Biosphärenreservats Niedersächsisches Wattenmeer. „Die Gesetzesnovelle trägt wesentlich dazu bei, unser Biosphärenreservat inhaltlich gemeinsam mit den Menschen in unserer Region zu entwickeln, denn mögliche Vorbehalte gegenüber der entstehenden Entwicklungszone des Biosphärenreservats könnten nun ausgeräumt werden“, so Peter Südbeck, Leiter der Nationalparkverwaltung. „Es wird verbindlich geregelt, dass aus der Entwicklungszone keine rechtlichen Verpflichtungen oder gar Einschränkungen erwachsen und die Arbeit der teilnehmenden Kommunen auf rein freiwilliger Basis erfolgen kann.“ Zudem wird in den Kooperationsvereinbarungen, die die Kommunen mit der Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats abschließen, eine direkte Austrittsmöglichkeit vorgesehen. Somit ist für die Kommunen und Landnutzer eine höchstmögliche Sicherheit gewährleistet.

Entwicklungszone des Biosphärenreservats wächst weiter

Am 07.06. hat auch die Stadt Norden ihren Beitritt zur Entwicklungszone erklärt. „Ich freue mich besonders, dass nach intensiven Diskussionen nun im Rat am Ende ein einstimmiges Votum für den Beitritt getroffen worden ist“, erklärt Jürgen Rahmel, Leiter des Dezernats Biosphärenreservat der Nationalparkverwaltung. „Großen Anteil an dieser Konsensfindung hatten Bürgermeister Schmelzle und die Stadtverwaltung, die durch umfangreiche Dialoge alle Interessengruppen einbezogen hat.“ Die in Norden beschlossene Gründung eines kommunalen Biosphären-Beirats unter Beteiligung der Landwirtschaft und anderer Interessengruppen könne dabei auch Vorbild für andere Kommunen sein. „Wir sind zuversichtlich, dass die jüngsten positiven Neuigkeiten den Weg ebnen für Beitritte weiterer Gemeinden zur Entwicklungszone des Biosphärenreservats, um diese Modellregion für nachhaltige Entwicklung auf eine möglichst breite Basis zu stellen“, so Rahmel.

Hintergrund

Derzeit umfasst das UNESCO-Biosphärenreservat Niedersächsisches Wattenmeer mit seiner großen Kern- und Pflegezone das Gebiet des gleichnamigen Nationalparks. Hier steht die Natur im Vordergrund: aufgrund ihres außergewöhnlichen universellen Werts von der UNESCO als Weltnaturerbe anerkannt und als Nationalpark geschützt.

Daran angrenzend entsteht auf den Inseln sowie binnendeichs auf dem Festland die Entwicklungszone des UNESCO-Biosphärenreservats, in der modellhaft umwelt- und sozialverträgliche Lebens- und Wirtschaftsweisen zur Sicherung der nachfolgenden Generationen erprobt werden.

Werbung
Werbung

Bürger:innen und Vertreter:innen der Insel- und Küstenkommunen sowie Interessensverbände beteiligen sich seit 2019 am Prozess zur Einrichtung der Entwicklungszone. Bisher haben die Gemeinden Jemgum, Norden, Sande, Schortens, Spiekeroog, Zetel, die Samtgemeinde Hage sowie die Ortsteile Imsum und Langen der Gemeinde Geestland den Beitritt zur Entwicklungszone des Biosphärenreservats Niedersächsisches Wattenmeer beschlossen. Die Entscheidungsphase über einen Beitritt der Kommunen soll im Sommer 2021 abgeschlossen sein.

Weitere Informationen zur Biosphärenregion online unter: www.watten.land


Weitere Nachrichten

  • Corona-Aktuell für Borkum
    Corona-Aktuell für Borkum – Der tägliche Newsticker Die aktuellen Zahlen für die Insel Borkum.Zum heutigen Tag, dem 28.11.2021, wurde durch den Landkreis Leer […]
  • Nicht mehr lang bis Weihnachten…
    Keine Zeit für Vorweihnachtsblues! Das Jahr ist schon ziemlich weit fortgeschritten und so langsam fängt der ein oder andere und auch ich an, […]
  • Landräte aus Weser-Ems wünschen sich Impfpflicht
    Auch Leeraner Landrat Groote hält sie für sinnvoll. Mehrere Oberbürgermeister schließen sich an. Im Kampf gegen das Corona-Virus fordern Landräte und Landrätinnen aus […]
  • Konzert der „Oldtimer“ fällt aus
    Aufgrund der pandemischen Entwicklungen haben sich die NBG und der Shantychor „Oldtimer“ gemeinsam dazu entschlossen, das Jahresabschlusskonzert am 1. Dezember in der Kulturinselabzusagen.„Das […]
  • 2G-Regel für alle Beherbergungen
    Hinweis zum Betrieb von Beherbergungsstätten – 2G-Regel für alle Beherbergungen Die aktuelle Niedersächsische Corona-VO ist gültig ab dem 24.11.2021.Aufgrund von Nachfragen zum Thema […]
  • Klaasohm fällt dieses Jahr aus
    Klaasohm fällt zum wiederholten Mal aus. 191 Jahre gibt es schon den Verein Borkumer Jungens e.V. 1830 und er ist somit der älteste […]