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Ein großer Schritt in die digitale Zukunft

Veröffentlicht von am 26. März 2021

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Landkreis Leer und seine Kommunen machen großen Schritt in die digitale Zukunft. 7000 weitere Haushalte und Unternehmen im Kreisgebiet Leer sollen Glasfaseranschlüsse erhalten.

Auch das Breitband-Ausbauprojekt „Glasfaser 2.0 auf Borkum“ ist Inhalt des Beschlusses zur
Finanzierung des zweiten Breitbandausbauprojektes im Kreisausschuss des Landkreises Leer
gewesen.
Dieses Förderprojekt für die Erschließung von sogenannten „weißen/grauen Flecken“ (Breitbandunterversorgung) in den Gemeinden bedeutet für Borkum eine derzeit bestmögliche
digitale Versorgung, insbesondere auch für die Zukunft.
Berücksichtigt wurden unter anderem der Ortsteil Reede, die Bantjedünen und die Ostfriesenstraße
(ab Ecke Barbaraweg) bis einschließlich Ostland
.
Der Bürgermeister, der Rat und die Verwaltung der Stadt Borkum begrüßen diese Entscheidung sehr
und freuen sich für alle, denen dadurch eine deutliche Verbesserung des Zugriffs auf die „digitale
Welt“ ermöglicht werden soll. Über die weitere Entwicklung wird natürlich fortlaufend informiert.

Landkreis Leer und seine Kommunen machen großen Schritt in die digitale Zukunft

Der Landkreis Leer bereitet gemeinsam mit seinen Städten und Gemeinden die größte Investition seiner jüngeren Geschichte vor: Für rund 84 Millionen Euro soll das Glasfasernetz bis 2023 weiter ausgebaut werden, um mehrere Tausend private Haushalte und Unternehmen mit schnellem Internet zu versorgen. Von dieser Investitionssumme müssen der Landkreis Leer und seine Kommunen mit Unterstützung von Bund und Land rund 63 Millionen Euro aufbringen. Landrat Matthias Groote und Bürgermeister Günter Harders (Ostrhauderfehn) als Sprecher der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Kreisgebiet sehen in dem Großprojekt einen Meilenstein: „Das ist ein riesiger Schritt auf dem Weg in die digitale Zukunft.“

An diesem Freitag hat der Kreisausschuss grünes Licht für den Ausbau gegeben. Gemäß des vorläufigen Standes der europaweiten Ausschreibung soll das Oldenburger Energie- und Telekommunikationsunternehmen EWE Tel die Umsetzung realisieren. Die heutige Entscheidung ist Voraussetzung dafür, dass millionenschwere Zuschüsse von Bund und Land eingeworben werden können. Der weitere Fortgang des Projektes steht noch unter Vorbehalt: So muss der Kreistag den Haushalt für 2021 beschließen, und auch die verbindlichen Zusagen von Bund und Land müssen abgewartet werden.

Dem Landkreis Leer ist vorläufig bereits eine Förderung in Höhe von insgesamt 44 Millionen Euro von Bund und Land zugesagt worden. Erste Gespräche, auf Basis des erzielten Ausschreibungsergebnisses die Zuschüsse nochmals zu erhöhen, sind erfolgreich geführt worden. Im besten Fall rechnet die Kreisverwaltung mit einer Förderung von 53 Millionen Euro. Einen Anteil von rund 10 Millionen Euro wollen der Landkreis Leer und seine Kommunen gemeinsam aufbringen.

Es ist schon das zweite große Projekt in der laufenden Wahlperiode des Kreistages sowie der Stadt- und Gemeinderäte (2016 bis 2021), mit dem Haushalte und Betriebe ans schnelle Internet angeschlossen werden sollen, die bisher als unterversorgt gelten. Unterversorgt bedeutet eine Übertragungsgeschwindigkeit von weniger als 30 Megabits pro Sekunde. So darf sich der Landkreis aus Gründen des Wettbewerbs nur dort kümmern, wo der freie Markt eine solche Unterversorgung nicht beseitigen würde. Deshalb gibt es das sogenannte Wirtschaftlichkeitslückenmodell: Kommunen unterstützen mithilfe des vom Bund erhaltenen Fördergeldes ein Telekommunikationsunternehmen beim Ausbau der unternehmenseigenen Telekommunikationsinfrastruktur in Gebieten, die ansonsten unrentabel wären.

Bereits in den Jahren 2018 bis 2020 sind im Landkreis Leer bei etwa 10 000 Adressen Glasfaserkabel bis ins Gebäude verlegt worden. Dafür wurden 40 Millionen Euro aufgewendet.

Nun sollen weitere 6000 private Adressen sowie 1000 Adressen in Industrie- und Gewerbegebieten erschlossen werden. Der Anschluss soll ihnen künftig Gigabit-Geschwindigkeiten ermöglichen. Wenn die Zusagen von Bund und Land und die Haushaltsgenehmigung erfolgt sind, könnte der Glasfaser-Ausbau noch in diesem Jahr beginnen. Für 2021 plant der Landkreis eine Summe von 14,5 Millionen Euro ein.

Bei Abschluss der Arbeiten würde noch etwa 1 Prozent an Adressen übrig bleiben, die weiterhin unterversorgt sein werden. Für sie müssen andere technische Möglichkeiten gefunden werden, wie zum Beispiel Funklösungen.

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