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Eichenprozessionsspinner breiten sich aus

Written by on 11. Juni 2020

Von den Nestern und Raupenhaaren gehen Gesundheitsgefahren aus – Bisher gibt es vier bestätige Fälle im Landkreis Leer.

Der Eichenprozessionsspinner breitet sich auch im Landkreis Leer aus. Binnen weniger Tage wurden vier bestätigte Fälle gemeldet, jeweils zwei in den Gemeinden Bunde und Rhauderfehn. Es ist davon auszugehen, dass der Eichenprozessionsspinner auch an anderen Stellen im Landkreis Leer Bäume befallen wird. Von den Raupen und ihren Nestern gehen Gefahren für die Gesundheit von Menschen aus.

In den vergangenen Wochen waren dem Landkreis bereits mehrere Verdachtsfälle gemeldet worden, in denen die Naturschutzbehörde aber Entwarnung geben konnte: Es handelte sich um andere Raupen, die dem Menschen nicht gefährlich werden können. In den Gemeinden Bunde und Rhauderfehn sind jetzt aber mehrere Eichen befallen. Wegen zunehmender Trockenheit und Hitze breitet sich der Eichenprozessionsspinner zunehmend weiter nach Norden aus.

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners haben eine dunkle, breite Rückenlinie mit samtartig behaarten Feldern und rotbraunen, langbehaarten Warzen.
Der Gefährdungszeitraum des Eichenprozessionsspinners ist ganzjährig, da auch ältere Gespinst- und Häutungsreste die Umgebungsareale kontaminieren und damit die allergene Wirkung der Brennhaare auch noch nach Monaten und sogar Jahren anhält.

Die Raupen schlüpfen zwischen Mitte und Ende April überwiegend an Eichen und fressen nachts die Blätter der Bäume.

Auch für Menschen und andere Tiere ist der Eichenprozessionsspinner gefährlich. Die Raupen haben giftige Haare mit Widerhaken; diese können zu schweren allergischen Reaktionen und Entzündungen führen. Die Bekämpfung sollte daher ausschließlich von Fachleuten vorgenommen werden. Vor dem eigenständigen Entfernen der Nester wird ausdrücklich gewarnt. Zwar besteht keine Meldepflicht – dennoch hilft es, wenn ein Befall dem Ordnungsamt der Gemeinde oder dem Landkreis Leer gemeldet wird, ganz gleich, ob die Bäume auf privaten oder öffentlichen Grundstücken stehen. Nützlich ist für eine Einschätzung auch, wenn Fotos mitgeschickt werden. Nur Fachfirmen können die Entfernung der Nester vornehmen, am besten erprobt ist die Absaugmethode. Für Bäume auf öffentlichem Grund und an öffentlichen Straßen sind die Kommunen zuständig. Privatleute sind für Bäume auf ihren Grundstücken selber verantwortlich, sollten sich aber Rat bei den Behörden holen und eine Fachfirma hinzuziehen. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen hat zum Thema Eichenprozessionsspinner ein Merkblatt veröffentlicht:

>> Merkblatt zum Download <<

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