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Datenklau durch E-Mails

Geschrieben von am 7. April 2021

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Ausspähen von Daten mit Hilfe gefälschter E-Mails.

Seit einigen Monaten wurden der Polizeiinspektion Leer/Emden immer wieder Hinweise gegeben, dass E-Mails im Umlauf seien, bei welchen der Eindruck erweckt wurde, dass es sich um Benachrichtigungen von ansässigen Kreditinstituten handeln würde.

Auch die Sparkasse in der Region ist von diesen Vorfällen betroffen. Durch die missbräuchliche Nutzung der Namen der Kreditinstitute, kam es zu einer großen Verunsicherung in der Bevölkerung, vor allem bei Kunden des jeweils betroffenen Instituts. Diese gefälschten E-Mails werden meistens unter dem Vorwand versandt, dass dringende Kontoklärungen notwendig seien. Weiter wird in diesen betrügerischen E-Mails behauptet, ohne die erforderliche und umgehende Kontoklärung würde das betroffene Konto gesperrt werden. Daher wird den Empfängern der E-Mail mitgeteilt, dass der angegebene Link zu betätigen sei. Wenn in diesen Betrugsmails dieser angegebene Link angeklickt wird, kommt dort die Aufforderung, persönliche Daten und auch die Kontoverbindung einzugeben. Wenn Nutzer dieser Aufforderung Folge leisten, werden die Daten anschließend umgehend von den Betrügern verarbeitet und für die weitere eigentliche Betrugstat eingesetzt.

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Der Sprecher der Sparkasse Leer/Wittmund, Herr Frank Fastenau, weist aufgrund erneuter aktueller Fälle eindringlich darauf hin, dass kein Kreditinstitut E-Mails in dieser Form versendet und niemals auf diesem Wege persönliche Daten abfragt. Der weitere Verlauf der Betrugstat stellt sich so dar, dass die potentiellen Geschädigten kurz nach Bestätigung und Eingabe der Daten auf die ebenfalls angegebene Mobilfunktelefonnummer eine Nachricht bekommen. Dort wird ihnen angekündigt zu einem bestimmten Termin einen Anruf von der Bank zu erhalten, der angeblich von einem Kundenberater stamme. Dieser Anruf geht auch pünktlich ein. Ebenso können die Angerufenen eine Telefonnummer auf dem Display erkennen, die so aussieht, wie die des Kreditinstitutes.

In einem aktuellen Fall im Landkreis Leer wurde erneut der Name der Sparkasse Leer/Wittmund missbräuchlich genutzt und auf dem Display des Geschädigten die Nummer der Sparkasse Leer/Wittmund angezeigt. In diesem Fall handelte es sich um eine am Computer generierte Falschanzeige der Telefonnummer, dem sog. Call-ID-Spoofing. Ebenfalls wurde in diesem Anruf behauptet, dass man dem Kunden den Wegfall der Kontoführungsgebühren anbieten wolle und zum Zwecke einer Vertragsveränderung eine TAN (Transaktionsnummer) benötigt würde. Diese TAN kann von den Betrügern durch erlangten Zugriff auf alle Daten aus der gefälschten Mail selber abgerufen werden und wird dann von dem Geschädigten, auf dessen Mobiltelefon sie geleitet wird, durch die Täter abgefragt. Mit der erhaltenen TAN sind dem Betrüger dann zur Abbuchung keine Grenzen mehr gesetzt.

Die Nachverfolgung der so erlangten Geldüberweisung wird dadurch zusätzlich erschwert, weil die Betrüger mit den gesammelten Daten des Geschädigten bereits online ein neues Konto eingerichtet haben und somit die Überweisung so getarnt wird, als überweise der Geschädigte sich selber eine Zahlung auf ein zweites Konto. Die Polizeiinspektion Leer/Emden und die Sparkasse Leer/Wittmund weisen in diesem Zusammenhang daraufhin, dass auf keinen Fall persönliche Daten oder Kontodaten und auch keine Telefonnummern per E-Mail Anforderung herausgegeben werden dürfen. Entsprechende E-Mails sollten umgehend gelöscht werden.

Ebenfalls, so der Sprecher der Sparkasse Leer/Wittmund, können verunsicherte Kunden die Mail gerne zu Prüfung an den Kundenservice weiterleiten, oder sich telefonisch bei der Kundenbetreuung informieren. Den telefonischen Informationsservice für Kunden stellen auch andere Institute bereit. Ebenso können sich Bürger auf den Online-Seiten Ihrer jeweiligen Hausbank informieren.


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