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Bisher zehn Container in deutschen Gewässern gesichtet

Bei der Suche nach verlorengegangenen Containern der MSC ZOE wurden in deutschen Gewässern bisher zehn Container gesichtet. 

Einer dieser Container konnte bereits gesichert werden und wird nun vom Bergungsunternehmen abgeholt. Die anderen neun gesichteten Container waren vom Ölüberwachungsflugzeug Do 228 oder vom Bundespolizeihubschrauber aus sichtbar.

Wenn ein Schiff die Position eines gefundenen Containers erreichte, war dieser bereits gesunken.
Morgen wird das Spezialschiff WEGA vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) die Suche nach gesunkenen Containern aufnehmen.
Das Mehrzweckschiff NEUWERK ist als On Scene Coordinator im Einsatzgebiet und unterstützt zusammen mit dem Tonnenleger GUSTAV MEYER und dem Tonnenleger NORDEN ab Tagesanbruch wieder die Such- und Bergungsarbeiten.
Am Freitagmorgen werden die Strände von Borkum, Juist und Norderney erneut auf mögliche Containeranlandungen abgesucht. Auf Borkum sind bisher diverse Kleinteile, Fernseher und Verpackungsmaterielen angespült worden.

Bisher wurden an der deutschen Nordseeküste keine Container der MSC ZOE angespült. Die Hafenbehörde Bremerhaven koordiniert die Arbeiten im Hafen, wo die MSZ ZOE in der Nacht zum 3.1. festgemacht hat.
Am 2.1.2019 hatte das Havariekommando um 7:00 Uhr die Einsatzleitung in der Lage MSC ZOE [L: 396m, B: 59m, Flagge: Panama] übernommen. Das Containerschiff verließ den Hafen Sines in Portugal mit gut 8000 Containern (gut 13000 TEU) an Bord und verlor im Sturm etwa 270 Container im niederländischen und deutschen Bereichen der Nordsee. Zur Unfallursache ermittelt nun die Wasserschutzpolizei Bremerhaven.

Update: Freitag 13:00 Uhr
Die Bergung des Havariegutes verläuft bisher positiv. Es wurde, soweit bisher bekannt ist, noch kein Gefahrengut angespült.
Die Mitarbeiter der Kurverwaltung Borkum sind mit mehreren Personen seit dem Tagesbeginn am Borkumer Strand unterwegs.
Nachdem im Südstrand Bereich heute Morgen ca. 30 Fernseher und Verpackungsmaterieal sowie diverses Kleinmaterial angespült wurde, wird nun auch der Bereich bis zum Seeblick kontrolliert.

Zahlreiche Feriengäste beteiligen sich an der Aufräumaktion und reinigen die Strände vom Strandgut.
Auch hier bleibt zu erwähnen, das gesammelte Strandgut darf nicht einfach so behalten werden. Es wird an einer zentralen Stelle auf der Insel gesammelt und das Havariekommando entscheidet dann über den weiteren Ablauf.

Update: Freitag 16:00 Uhr

Die Containerbergung gestaltet sich als schwierig. Havariekommando koordiniert Such- und Bergungsarbeiten.

Seit Tagesanbruch wird die Suche nach den verlorengegangenen Containern der MSC ZOE fortgesetzt.
Dafür fliegen das Ölüberwachungsflugzeug Do 228 und ein Bundespolizeihubschrauber regelmäßig Suchmuster im Einsatzgebiet.
Das Mehrzweckschiff NEUWERK koordiniert die an der Suche beteiligten Schiffe im Einsatzgebiet.
Die Tonnenleger GUSTAV MEYER und NORDEN werden unterstützt vom Spezialschiff WEGA, das nach gesunkenen Containern sucht.
Im Laufe des Tages sollen vom Bergungsunternehmen eingesetzte Fahrzeuge die Suche und Bergung unterstützen. Die Bergung der bereits gefundenen Container ist schwierig, da diese zumindest teilweise mit Wasser vollgelaufen sind und ein hohes Gewicht haben.
Gleichzeitig befinden sie sich im Flachwasser, weshalb größere Schiffe aufgrund ihres Tiefgangs nicht nah genug an die Container heranfahren können, um diese aufzunehmen.
Die Strände von Borkum, Juist und Norderney werden weiterhin abgesucht. Auf diesen Inseln sind Einsatzkräfte in Bereitschaft versetzt und Strandreinigungsgerät steht zum Einsatz bereit, um möglicherweise anlandende Ladung aufzunehmen.
Auf Borkum wurden Ladungsreste angespült, die nun von den Einsatzkräften eingesammelt werden. Dabei handelt es sich um etwa 20 Flachbildschirme und Plastikverpackung. Nach Angaben der Reederei MSC verlor die MSC ZOE mehr als 270 Container, davon zwei mit Gefahrgut.
Einer der verlorengegangenen Gefahrgutcontainer enthält Dibenzoylperoxid; dieser Stoff wird beispielsweise in der Kunststoffproduktion eingesetzt. Der andere Gefahrgutcontainer enthält Lithiumionenbatterien.
Das Havariekommando warnt davor, am Strand gefundene Gegenstände einzusammeln, weil nicht ausgeschlossen werden kann, dass sie mit Gefahrstoffen in Berührung gekommen sind.

Update: Freitag 20:00 Uhr

Kunststoffsäcke auf Schiermonnikoog gefunden
Sie enthalten Dibenzoylperoxid.
Aufgrund der Nähe zu Borkum wurden die Einsatzleiter auf der Insel Borkum informiert.

Das Havariekommando hat Kontakt zum Hersteller des Dibenzoylperoxids aufgenommen. Dieser hat dem Havariekommando bestätigt, dass die Kunststoffsäcke auf Schiermonnikoog aus seiner Produktion stammen. Aufgrund der Nähe zu Borkum hat das Havariekommando die Inselbehörden informiert.
Das Havariekommando kann nicht ausschließen, dass die Kunststoffsäcke auch auf Borkum anlanden. An Land ist bei Fund oder Sichtung der Container, von Pappkisten mit Gefahrstoffkennzeichen oder Kunststoffsäcken mit weißem, pulverförmigem Feststoff mindestens 50 m Abstand zu halten und der Notruf 112 oder 110 zu wählen.
Nähern Sie sich keinesfalls ungeschützt offenen Containern, Ladungsteilen oder freigesetztem Stoff oder sammeln diesen ein.

Weiterführende Informationen zum Thema finden Sie hier: 
Gefahrgutcontainer mit Dibenzoylperoxid 
Informationen zur Verpackung der Gefahrstoffe 
Informationen zu Auswirkungen von Dibenzoylperoxid auf die Meeresumwelt 
Informationen zum IMDG Code 
Informationen zur Kennzeichnung von treibenden Containern 
Informationen zu SMART Container 
Informationen zur Ladungssicherung 

Update: Samstag 13:00 Uhr

Schiffe fahren Suchmuster nach Driftmodell 

Die Wasserschutzpolizei hat zwei mögliche Positionen für den Verlust der Container von Bord der MSC ZOE ermittelt.
Einer der beiden Eintrittsorte liegt etwa 12sm (gut 22km) nördlich der niederländischen Insel Ameland.
Der zweite Eintrittsort liegt etwa 12sm (gut 22km) nordwestlich von Borkum. Das Havariekommando hat das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) beauftragt, ein Driftmodell mit diesen Daten zu erstellen, um den wahrscheinlichen Weg der treibenden Container und Ladung verfolgen zu können.

Daran orientiert fahren die Schiffe Suchmuster im Einsatzgebiet.
Das Mehrzweckschiff NEUWERK ist als On Scene Coordinator vor Ort.
Unterstützt wird es bei der Suche nach Containern vom Mehrzweckschiff MELLUM, den Tonnenlegern GUSTASV MEYER und NORDEN, dem Spezialschiff WEGA, dem Bundespolizeiboot BAD BRAMSTEDT und dem Zollboot BORKUM.
Aufgrund der aktuellen Wetterverhältnisse sind die Sichtbedingungen im Einsatzgebiet schlecht.

Das Ölüberwachungsflugzeug Do 228 und der Bundespolizeihubschrauber können aus der Luftperspektive zurzeit keine Suche durchführen.
Die Wettersituation erschwert mit 5m hohen Wellen auch die Bergungsarbeiten. Die Markierung gefundener Container ist zurzeit nicht möglich. Insgesamt wurden in deutschen Gewässern bislang knapp 20 Container gesichtet oder per Sonar geortet, konnten aber noch nicht geborgen werden.
Die Strände auf Borkum, auf denen gestern Ladung angelandet war, wurden von Kräften der Insel Borkum geräumt. Für den Fall, dass Container oder weitere Ladungsreste an der deutschen Nordseeküste anlanden sollten, hat das Havariekommando das Technische Hilfswerk mit Spezialgerät in Bereitschaft versetzt. Der Schwerpunkt bisher an den Küsten angespülter Container und Ladung liegt auf den niederländischen Inseln.

Update: Samstag 20:00 Uhr

Suche nach Containern und Ladungsresten wird bei Tageslicht fortgesetzt.
Auf Borkum haben rund 200 Einsatzkräfte bis heute Abend gut 23m 3 Ladungsreste eingesammelt.
Heute wurde der Strand auf Borkum auf 15km Länge von Plastik und Fahrradteilen geräumt.
Damit sind die Strände zurzeit frei von Ladungsanlandungen. „Über die vielen Helfer gestern und heute auf der Insel habe ich mich besonders gefreut.“ sagt Hans-Werner Monsees, der Leiter des Havariekommandos.

Zwei Mitarbeiter des Havariekommandos sind seit heute auf der Insel, um die Einsatzmaßnahmen vor Ort mit zu koordinieren.
Die heute für die Suche eingesetzten Schiffe NEUWERK, MELLUM, GUSTASV MEYER, NORDEN, WEGA, BAD BRAMSTEDT und BORKUM werden die Suche morgen bei Tageslicht wieder aufnehmen. Auch die Strandbegehungen auf Borkum, Juist und Norderney werden morgen fortgesetzt.
Das Technische Hilfswerk ist für mögliche Anlandungen von Containern und Ladungsresten mit Spezialgerät in Bereitschaft. Die Wettersituation mit schlechten Sichtverhältnissen und durchschnittlich 3m hohen Wellen erschwert die Such- und Bergungsarbeiten.
Bisher konnten einzelne Ladungsreste aus dem Wasser geborgen werden, beispielsweise Autoreifen.
Der Schwerpunkt bisher an den Küsten angespülter Container und Ladung liegt weiterhin auf den niederländischen Inseln.

Update: Sonntag 15:00 Uhr

Die Einsatzkräfte auf Borkum haben heute weiteres Strandgut gefunden.
Dabei handelt es sich hauptsächlich um Kinderspielzeug, Verpackungsmaterial und Fahrradteile.
Seit Beginn des Einsatzes konnten auf Borkum knapp 45m³ Strandgut eingesammelt werden. In der Nordsee konnten die Schiffe vereinzelt Ladungsinhalt sichten und bergen.
Das Ölüberwachungsflugzeug Do 228 konnte bei einem Kontrollflug am Vormittag keine neuen Container sichten.
Heute sind die NEUWERK, MELLUM, GUSTAV MEYER, NORDEN, WEGA, BAD BRAMSTEDT, BORKUM und das Peilschiff PAAPSAND im Seegebiet.

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Kommentar von hp |

Hab ich richtig gerechnet? So schwere Rechenaufgaben am frühen Sonntagmorgen...
Habt Ihr Euch am Strand schon Euern neuen Flach-Fernseher besorgt? Wir haben da ein Auge drauf....
Grüße aus NW:

hp