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Sehnsucht nach Meer

von Melanie Götz

Die Definition dafür liegt vermutlich in jedem von uns selbst. Individuell. Ich habe einige Menschen am Strand befragt, was "Meer" für sie bedeutet. Viele haben mir mit "Sehnsucht" geantwortet. Genauer beschreiben konnte diese Sehnsucht aber niemand. Viele Antworten hatten mit Erinnerungen zu tun, oftmals sogar zurück bis in die Kindheit: Urlaub am Meer, eine rosa Luftmatratze, Flaschenpost, der Geruch nach Pommes und Sonnencreme, Sonnenuntergänge, ein Spaziergang mit der/dem Liebsten am Ufer, eine Bootsfahrt, Sandburgen... in der Gesamtheit alles wunderschöne Episoden. Ist das Meer der Spiegel dieser Erinnerungen? Sehnt man sich danach zurück? Nach dem Gefühl der Unbeschwertheit von einst? Ist der brennende Teil dieser Sehnsucht das Wissen darum, daß diese Zeit so nicht noch einmal zurückkommt? Selbst identisch nachgestellt wäre das Gefühl nicht noch einmal genau so erlebbar. Glaubt man, in der Tiefe des Meeres zu gründeln bringt diese Emotionen wieder an die Oberfläche zurück? Viele der Befragten haben mir erzählt, daß sie fast alle Urlaube, fast alle freie Zeit immer wieder am Meer verbringen. Wen das Meer einmal berührt hat, den hält es gefangen.

Unendlich viele Lieder, Gedichte, Sprüche, Romane, Bilder und Gemälde haben das Meer zum Thema und triggern die Sehnsucht danach.

Für mich ist die endlose Weite in der sich das Auge verlieren darf, frei atmen zu können, Lichtreflexe betrachten, eine Lesart dieser Sehnsucht. Und mir fehlt etwas, wenn ich nicht mindestens einmal am Tag den Blick über's Wasser in Richtung Horizont wandern lassen kann. Meine tägliche Dosis Freiheit. Nicht homöopathisch sondern aus der vollen Pracht geschöpft!

  

 

 

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