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Sauer macht lustig...

von Melanie Götz

Hier auf Borkum kommt man um den Sanddorn praktisch nicht drum herum. In allen erdenklichen Variationen wird er angeboten: zum Verzehr als Saft, Öl, Mus, getrocknet, Wein, Likör, Tee, Konfitüre, ... aber auch in der Hautpflege ist er in diversen Produkten zu finden. 

Beim spazieren durch unsere Dünenlandschaft fallen einem die dichten Büsche auf. Zu Tausenden stehen sie dort. Die kleinen, silbergrauen Blättchen fühlen sich leicht samtig an. Aber Obacht: SandDORN! Bewehrt mit Dornen, die nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen sind. Ebenfalls nicht zu erkennen ist das enorme Wurzelwerk des Sanddornstrauches. Bis zu 12 Meter breitet er sich in alle Richtungen unter der Erde aus. Überirdisch kann ein Sanddorngewächs durchaus mit Höhen von bis zu 6 Metern aufwarten. Von März bis Mai war die Blüte. Jetzt bilden sich die Fruchtstände und von Anfang August bis Anfang Dezember können die reifen, gelb-orangefarbenen Beeren geerntet und verarbeitet werden. 

Seinen Ursprung hat der Sanddorn in Nepal. Er ist nicht nur bei uns auf dem flachen Inselchen sondern auch in Höhenlagen mit bis zu 5000 Metern lebensfähig. Der Anbau in Deutschland begann in der ehemaligen DDR gegen Ende der 1960er Jahre.

Die deutschen Anbauflächen sind im Vergleich zu China ausgesprochen klein. Die Volksrepublik bringt es auf über eine Million Hektar! Und das, obwohl die Anlaufphase des Sanddorns ziemlich lange dauert, 6-8 Jahre bis zur ersten Ernte. Hier ist er inzwischen sogar als Topfpflanze erhältlich.

Der hohe Vitamin C Gehalt des Sanddorns sei noch erwähnt: 200-900 mg pro 100 gr Fruchtfleisch. Zitrusfrüchte kommen gerade mal auf 50 mg pro 100 gr Fruchtfleisch.

Ernährungsphysiologisch ist der Sanddorn eine echte Powerbeere, die auf unserem Speiseplan öfter Verwendung finden sollte. Ich fange gleich mal damit an. Einen Kaffee und ein Stück Sanddorntorte bitte...!

   

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