Orkanböen

von Sabine Wallefeld

Orkanböen.

Das sturmgepeitschte Meer bäumt sich auf wie ein wildes Tier. Faucht.
Wirft sich mit menschenfressenden Wellen dem Ufer entgegen.
Rabenflügel schwarzer Winternächte legen die Insel in einen langen tiefen Schlaf, von dem sie kaum erwacht. Morgenröte weicht dem Morgengrauen. Dunst dämmt jede Helligkeit, vernebelt, dicht. Verhindert Wachheit und verhüllt Wahrheit. Träume gehen neben mir, wahren Geheimnisse.

Die Insel versinkt in Wolkenbrüchen und zornig speiendem Meer. Wüste Wellen spucken Schaum, reißen an  Strandabschnitten. Der Sturm schluchzt, wimmert wie die tobenden Wogen.

Das Meer duldet keine Boote mehr. Abgeschnitten von der Welt, vom festen Land ersehnen wir Sonnenlicht. Warten auf Klarheit, darauf, dass wir wieder aufrecht im Wind gehen werden.

Leben mit den Gezeiten ist Leben in Bewegung. Immerfort. Zwischen Ebbe und Flut, zwischen den Wogen der Gezeiten Wandlung. Anbeginn. Erneuerung. ENDLICH!

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