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Husch husch ins Körbchen...

von Melanie Götz

Strandkörbe sind ein typisches Merkmal unserer Küsten und nicht wegzudenken. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gründeten sich in Deutschland die ersten Seebäder, die mit Badehütten aus Holz, Stroh oder Lehmfachwerk dem Strandbesucher Sicht- und Sonnenschutz boten. Die Idee dazu kam aus England, wo sich Badehütten und vor allem Badekarren bereits längst bewährt hatten. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts gab es dann schon Strandzelte in verschiedenen Größen. Zum sitzen genügten einfache Bänke oder Strandstühle. Wann der erste überdachte Stuhl als Strandinventar eingesetzt wurde, ist unklar. Die erste offizielle Erwähnung liegt in einem Musterbuch von E. K. N. Freese von 1871 vor. Das Design, so wie wir es heute kennen, hat sich übrigens seit ca. 1910 kaum verändert!

Der Rostocker Hof-Korbmacher W. Bartelmann gilt weitverbreitet als der Erfinder des Strandkorbes. Und bis 1939 war die Strandkorbindustrie eine Wachstumsbranche.

Ein Strandkorb durchläuft in der Herstellung 7 Stationen:

-Tischlerei: Rahmen, Tische, Fußstützen

-Taucherei: Imprägnierung

-Schlosserei: für alle Blechteile

-Flechterei: Rahmenteile, pro Korb immerhin fast 500 Meter!

-Polsterei: Markisen, Sitzflächen, Fußrasten, Seitenteile

-Montage aller Teile

-Endabnahme

Die Fertigung eines Strandkorbes dauert in etwa 8-10 Stunden, große Hersteller fertigen ca. 3000 Stück im Jahr.

Während Strandkörbe überall an den Stränden zu finden sind, kann man Strandzelte nur hier auf Borkum ausfindig machen. Ein echtes Original also! Ich werde jetzt, nach getaner Arbeit, für ein Stündchen an den Strand fahren und mich in ein original Borkumer Strandzelt lümmeln. Pause machen! Und: der Blogger braucht ein Nogger...!

  

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