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Hart am Wind

von Melanie Götz

Meine Spuren im Sand... und sonst keine? Schlägt Dein kantiges Gesicht heute alle in die Flucht? Gebärdest Dich seit Tagen unbändig und wild, nur zu, mich hältst Du damit nicht auf Abstand. Ziehst mich eher an, faszinierst mich unendlich. Je leidenschaftlicher Du brodelst, desto näher will ich Dir sein. Dein Sturm treibt mir den Flugsand als feinstes Korn in die Augen, der Wind sucht sich einen Weg durch meine Kleidung um mich frösteln zu lassen. Mach so weiter, ich gebe nicht auf, setze einen Fuß vor den anderen, immer weiter in Richtung Wasser. Hart am Wind... Deine Brandung brüllt mich an, Du spuckst Gischt nach mir... Regen peitscht mir ins Gesicht, die einzelnen Tropfen bitzeln auf meiner Haut... lass Deine Launen an mir aus, ich bin Dir verfallen! Ich stehe mitten in Deinem Wetter, breite die Arme aus, lass mit mir machen, wonach Dir ist und fühle mich wunderbar. Du zerrst und rüttelst, nagst und reißt an mir, und erfrischst mich damit mehr, als das kühlste Menthol es je schaffen würde. Hart am Wind zaust Du mir durch die Haare, treibst mir Tränen in die Augen. Nein, traurig machst Du mich nicht. Das könntest Du gar nicht. Mir rinnt gerade ein Moment pures Glück die Wange hinab, verbindet sich mit Deinem Wasser, meine liebe Insel...

   

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