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Früher war alles besser? Oder nur anders?

von Melanie Götz

Auf den Inseln war früher wenig Platz für Ackerbau und Viehzucht. Einige Kühe wurden gehalten aber kaum weiteres Vieh. Der Boden war nur wenig fruchtbar, so daß es keine Getreidefelder und nur selten Gemüsegärten gab. Die klimatischen Bedingungen waren zu schwierig. Somit waren die Speisen einfach aber deftig gehalten. Hülsenfrüchte, zum Beispiel (die bei mir heute etwas gefürchteten) "updröögt Bohnen", angereichert mit Speck oder Pökelfleisch. Man hat verwendet, was gerade verfügbar war und das sollte sättigen. Eintöpfe, Fisch, Buchweizengerichte. Die Rezepte vieler alter Gerichte und Spezialitäten sind überliefert und da gewinnt man einen ungefähren Einblick über die Ernährung von damals. In einigen Restaurants und Gastronomiebetrieben werden immer öfter Spezialitäten von früher angeboten. Finde ich gut, letztlich erhält man damit ein Stück Kultur unser Altvorderen.

Heute haben die Inseln durch unsere logistischen Möglichkeiten längst Vollsortimente im Programm. Niemand muß auf etwas verzichten! Sollte aber vielleicht manchmal... denn Zivilisationskrankheiten, die Einzug gehalten haben, sind zumeist den Ernährungsgewohnheiten der Neuzeit entsprungen. Diabetes in der Form wie er heute existiert, war damals kein Thema.

Ob früher nun alles besser war oder doch nicht, diese Frage wird nie geklärt werden können. Vieles war einfach anders und es macht Spass, sich einmal mit dem Speiseplan von einst zu befassen. Vielleicht auch mal etwas davon nachkochen... damit diese Dinge nicht in Vergessenheit geraten!

   

 

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